Die Zinkung
Die Zinkung, auch Fingerzinkung genannt, ist eine traditionelle Holzverbindung. Sie wird insbesondere für Eckverbindungen an Kisten oder Möbeln verwendet. Sie ist so beliebt, weil sie so stabil und schön anzusehen ist.
Im Wesentlichen besteht eine Zinkung aus ineinandergreifenden Zinken und Nuten, die wie Finger zusammenpassen. Diese Konstruktion erlaubt es dem Holz, sich auszudehnen und zusammenzuziehen, ohne dass sich das Werkstück verformt. Oft wird die Verbindung zusätzlich verleimt, um die Stabilität zu maximieren.
Die Herstellung beginnt mit der Planung und dem Anzeichnen der Zinken. Anschließend werden die Zinken mit einem Winkel und Bleistift auf das Holz gezeichnet. Die markierten Bereiche werden mithilfe einer Dekupiersäge entfernt. Zum Schluss werden die Teile passgenau zusammengesteckt und verleimt, wobei es ratsam ist, die Innenseiten vor dem Verleimen zu schleifen. Nach dem Verleimen müssen noch überstehende Kanten entfernt werden.
Für die Herstellung werden Werkzeuge wie Winkel, Bleistift, Säge, Stechbeitel, Holzhammer, Leim und eine Werkbank mit Schraubstock benötigt. Zum Schleifen braucht man Schleifpapier und einen Schleifklotz.
Die Zinkung bietet viele Vorteile: Sie ist sehr stabil, langlebig und ästhetisch ansprechend. Außerdem eignet sie sich auch für Sperrholz. Zinkungen können sowohl von Hand als auch maschinell gefertigt werden, wobei die maschinelle Fertigung besonders in der Serienproduktion weit verbreitet ist.


Die Gehrung
Eine Gehrung ist eine Holzverbindung, bei der zwei Holzteile schräg geschnitten werden, um sie in einem Winkel zusammenzufügen.
Gehrungen werden oft bei rechtwinkligen Verbindungen verwendet, wie zum Beispiel bei Bilderrahmen oder Spiegeln. Typischerweise erfolgt der Schnitt in einem 45°-Winkel, sodass zwei Teile zusammen einen rechten Winkel bilden. Diese Verbindung ist optisch ansprechend, allerdings nicht sehr stabil.
Um die Verbindung zu verstärken, können zusätzliche Elemente wie Dübel verwendet werden, die jedoch oft verdeckt bleiben.
Bei der Gehrung werden die beiden zu verbindenen Enden jeweils um 45° abgesägt, Wenn man beide Enden aneinanderlegt entstehen so 45°+45°=90°.
Bei der Gehrung besteht die Schwierigkeit darin, die Leisten genau im richtigen Winkel abzusägen. Eine kleine Abweichung im Winkel macht sich schnell bemerkbar, weil dann kein rechter Winkel mehr entsteht.

Die Dübelung
Die Dübelung ist wohl die gebräuchlichste Eckverbindung. Du kennst sie hauptsächlich von Möbeln. Bei der Dübelung werden zwei Holzteile mittels zweier Holzstifte („Dübel“) miteinander verbunden.
Die Dübel stabilisieren diese Eckverbindung. Sie verhindern, dass die beiden Holzteile verrutschen. Die Teile müssen nur ineinander gesteckt und gegebenenfalls noch verleimt werden. Die Dübelung macht es möglich, dass Möbel schnell aufgebaut werden können und trotzdem stabil sind.
Bei der Dübelung ist es wichtig, dass das Holzteil mit den Bohrungen für die Dübel genau auf die Dübel passt, eine geringe Abweichung kann schon dafür sorgen, dass die beiden Teile nicht mehr zusammen passen. Als Hilfe kann man hierzu Markierspitzen verwenden
Wenn die Dübelung gut gemacht ist, passen die beiden Enden genau aufeinander.


Bilder: A. Mitterhofer – SFZ München Mitte 1