Die Zugsäge
Eine Zugsäge ist eine Säge zum Sägen von Flach- und Vierkantleisten, sowie Vollholz- und Sperrholzplatten. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass man mit ihr sehr gut gerade und vor allem tiefe Schnitte sägen kann. Sie wird auch gerne im Garten eingesetzt, um z.B. Äste zu kürzen.
Eine Zugsäge hat ein dünnes Sägeblatt, das sich bei zu großer Kraftanwendung während des Sägens biegen kann. Die Sägezähne zeigen bei der Zugsäge immer zum Griff. Die Säge arbeitet also „auf Zug“, das heißt die Säge schneidet, wenn man daran zieht. Zugsägen haben dünnere Sägeblätter als andere Sägen. Sie sind außerdem deutlich schärfer und machen präzisere Schnitte möglich – bei geringerem Kraftaufwand!
Das Sägeblatt einer Zugsäge kann gewechselt werden, indem man es aus dem Griff knickt. Die Zugsäge wird auch „Japansäge“ genannt, weil diese Art von Sägen ursprünglich aus Japan stammt.

Die Feinsäge
Die Feinsäge ist eine Handsäge mit einem dünnen, rechteckig geformten Sägeblatt mit kleinen Sägezähnen. Der Rücken des Sägeblattes ist mit einer Metallleiste verstärkt. Dadurch eignet sich die Feinsäge vor allem für gerade Schnitte. Mit der Feinsäge kann man nicht sehr tief schneiden, weil dies die Metallleiste verhindert. Die Feinsäge ist eine Holzsäge. Mit ihr lassen sich alle Arten von geraden Schnitten im Holz fertigen. Man kann mit der Feinsäge aber auch dünne Kunststoffe schneiden.
Sie gehört zur Grundausstattung eines jeden Schreiners. Benutzt wird sie für feine, nicht tief in das Holz eindringende Schnitte, zum Kürzen von Leisten und zum Herstellen von Eckverbindungen.
Im Werkunterricht von Schulen wird die Feinsäge hauptsächlich zum Sägen von Brettern und Platten verwendet. Aber auch für das Sägen von Sperrholz ist die Feinsäge dann geeignet, wenn in einem Werkstück nur gerade Schnitte gefordert sind.

Die Puksäge
Eine Puksäge ist eine kleine Handsäge mit auswechselbarem Sägeblatt. Der Name „PUK“ ist die Bezeichnung einer Marke, die mit dieser Säge berühmt geworden ist. Auf Grund der Größe wird die Puksäge gerne für Kinder und Jugendliche verwendet.
Eine Puksäge ist als Universalsäge für kleine Sägearbeiten ein typisches Haushaltswerkzeug. Mit der Puksäge lässt sich aber auch leicht Holz sägen. Vor allem für kleine und kurze Schnitte lässt sich die Puksäge verwenden. So zum Beispiel zum Kürzen von Rundstäben oder dünnen Leisten und bei der Anfertigung von Holzverbindungen wie einer Zinkung oder einer Überblattung. Die Puksäge eignet sich nicht für tiefe oder lange Schnitte, da die Sägezähne sehr klein sind und der Bügel der Säge zu dick ist. Das Sägeblatt der Puksäge kann leicht gewechselt werden. Dabei sollten die Zähne immer zum Griff zeigen.

Die Dekupiersäge
Eine Dekupiersäge ist die elektrische Ausführung der Laubsäge. Das Wort „dekupieren“ kommt aus dem Französischen und bedeutet „ausschneiden, zerschneiden“. Mit ihr lassen sich sehr gut Kurven sägen.
Das Sägeblatt wird mit Hilfe eines speziellen Schlüssels in einer Halterung festgeschraubt. Diese wird dann in die Dekupiersäge geklemmt. Dabei müssen die Zähne des Sägeblattes immer nach unten zeigen. Zum Schluss muss das Sägeblatt noch gespannt werden. Die Säge bietet eine Vorrichtung zur Beseitigung der anfallenden Sägespäne per Blasvorrichtung, an die man auch einen Staubsauger anschließen kann.
Bei der Dekupiersäge wird das Werkstück auf den Arbeitstisch aufgelegt und mit beiden Händen in die gewünschte Schnittrichtung gedreht. Mit einer Dekupiersäge lassen sich Holzplatten bis zu einer Stärke von bis zu 50mm bearbeiten. Bei dickeren Platten oder Werkstücke muss langsamer gearbeitet werden, da sonst das Sägeblatt schnell reißen kann.

Bilder: A. Mitterhofer, SFZ München Mitte 1